Das Haus Eschi 492/493, Gemeinde Boltigen, steht über dem steilen Landstück mit dem Flurnamen «Haltacherli» («Halde» = abfallendes Stück Land, «heltig» (Berndeutsch) = schräg, steil). Das Haus wird auch «Hundsmutte» genannt. Die Herkunft dieses Namens ist nicht klar. Zu «Mutte» (einem kleinen mit Gras bewachsenen Erdhaufen) schreibt Iwar Werlen in «Die Grundwörter der Oberwalliser Gipfelnamen»: «Das häufig belegte Mutt (ntr.) (…), gehört wohl zu einem ursprünglich romanischen Stamm vom Typ motta in der Bedeutung «Hügel, Anhöhe, Kuppe» – das Haus steht teilweise direkt auf einem felsigen Untergrund, der Andeutung einer Kuppe.
Im Ortsnamensbuch des Kantons Bern steht zu «Hund»: «Die meisten einschlägigen Flurnamen erklären sich wohl aus dem seit dem Altertum belegbaren pejorativen Gebrauch des Wortes Hund, hier für abgewertete, steile oder unfruchtbare Grundstücke. Metaphorisch verwendet nach der Gestalt ist das verbreitete und auch in BE bekannte Hundsrügg (Rücken) [der westlich über Zweisimmen liegenden Berg], ebenso Hundsgrind u.ä.»
Eschi ist eine der acht selbstständigen Bäuerten der Gemeinde Boltigen. Die Bäuerten haben eine eigene Verwaltung und sind die Urzellen der heutigen Gemeinde. Sie entstanden aus den mittelalterlichen Versammlungen der Bauern, welche nach demokratischen Spielregeln die Nutzung ihrer gemeinsamen Güter regelten (Wälder, Alpen, Allmenden etc.)(aus Wikipedia).
Laut dem Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS)/Bundesamt für Strassen war der Name der Gasse von Eschi Dorf bis zum Schürguet (der direkte Nachbar) «Geissgasse». Karte
